Digitalisierung im Gesundheitswesen
Allgemein

Digitalisierung: Wie profitieren Medizin und Pflege?

Die Digitalisierung der Arbeitswelten hat sich gerade während der Pandemie massiv beschleunigt und hat mittlerweile auch das in Deutschland häufig noch sehr analog aufgestellte Gesundheitswesen erfasst. Welchen Nutzen bieten also die Technologien und Praktiken des Digital Workplace für Arztpraxen, Pflegeheime und Krankenhäuser?

Digitale Arbeitswelten: Was ist der Digital Workplace?

Die Digitalisierung der Arbeitswelten schreitet unaufhaltsam voran. Egal, ob man ihn für einen Fluch oder einen Segen hält: Der digitale Arbeitsplatz ist aus vielen Unternehmen nicht mehr wegzudenken. Natürlich sind einige Branchen davon mehr betroffen als andere. Die Corona-Pandemie hat gezeigt, dass Unternehmen und Einrichtungen beim digitalen Fortschritt bisher zu viel versäumt haben. Das Schaffen eines “digitalen Arbeitsplatzes” ist deshalb zur Priorität geworden.

Digital Workplaces sind Arbeitsumgebungen, die sich über ihre digitale Infrastruktur statt über ihren Ort definieren. Der digitale Arbeitsplatz kann sich also im Büro, im eigenen Zuhause und unterwegs befinden. Entscheidend für diese Art der Zusammenarbeit sind neben angemessener Hardware-Ausstattung der Mitarbeitenden auch die Zugriffsmöglichkeiten auf unternehmensinterne Tools und Datenbanken von außerhalb. Über digitale Kommunikationskanäle wird die Kollaboration im Unternehmen vereinheitlicht und vereinfacht. Mehr Flexibilität sorgt für größere Zufriedenheit bei Mitarbeitenden und durch weniger Papieraufkommen wird die Arbeit zusätzlich nachhaltiger.

Die Digitalisierung der Arbeitswelt bietet aber nicht nur für mobile und remote Zusammenarbeit enormes Potential. Für einige Bereiche ist der Schritt von analog zu digital ein Meilenstein, der die dortige Arbeitsweise im positiven Sinne “erschüttert”. Hierzu zählen zum Beispiel Pflegeeinrichtungen, Krankenhäuser und Arztpraxen.

E-Health: Welche Vorteile bietet Digitalisierung im Gesundheitswesen?

Beim digitalen Fortschritt in Medizin und Gesundheitswesen ist Deutschland kein Spitzenreiter. Im Gegenteil: Im internationalen Vergleich werden deutliche Rückstände erkennbar. Neue Technologien werden zwar entwickelt, aber zu selten auch großflächig eingesetzt. Immerhin wurde der Ernst der Lage erkannt und weitere Schritte eingeleitet. Hierzu zählt unter anderem die Initiative “E-Health” des Bundesministeriums für Gesundheit. Diese umfasst über 200 Maßnahmen von neuen Gesetzen bis zu Förderprogrammen für die Digitalisierung des Gesundheitswesens.

E-Health beschreibt Anwendungen, die digitale Infrastruktur für die Versorgung von Patientinnen und Patienten nutzen. Vorteile dieser digitalen Versorgung sind:

Optimierung der internen und externen Kommunikationsprozesse mittels unified communication und collaboration
Bessere Abdeckung in der Grundversorgung durch Telemedizin
Mehr Selbstständigkeit auf Patientenseite durch E-Rezepte, elektronische Patientenakten, elektronische Gesundheitskarten und mehr

Besonders der Ausbau von Telemedizin stößt bei immer mehr Menschen auf Zustimmung. Aber was steckt eigentlich hinter diesem Baustein von E-Health?

Was versteht man unter Telemedizin?

Telemedizin sind Dienstleistungen im Gesundheitswesen, die mit digitalen Hilfsmitteln aus IT und Telekommunikationstechnologie räumliche und zeitliche Begrenzungen überbrücken. Im Klartext bedeutet das: Mit Telemedizin kommuniziert medizinisches Personal digital mit Patientinnen und Patienten oder tauscht sich mit anderen Fachleuten aus. Die verschiedenen Anwendungsmöglichkeiten haben dabei eine Gemeinsamkeit: Sie benötigen erstklassige Kommunikationslösungen.

Video-Sprechstunden

Per Video-Sprechstunde können Ärztinnen und Ärzte Untersuchungen und Diagnosen aus der Distanz durchführen. Videomeeting-Lösungen helfen also z.B. bei Ferndiagnosen, der Nachuntersuchung von Operationen oder dem direkten Zuschalten von Fachleuten. Wichtig ist dabei auch die Möglichkeit Video-Sprechstunden von jedem Ort aus beitreten zu können. Auch medizinische Informationen wie Blutwerte oder Röntgenbilder müssen via Screen-Sharing schnell für andere Teilnehmende sichtbar sein. Angesichts der kritischen medizinischen Versorgung in ländlichen Regionen können Video-Sprechstunden zur Verbesserung der Lage beitragen.

Ortsübergreifende Fachaustausch dank UCC

Kommunikationslösungen für Unified Communication and Collaboration erleichtern Ärztinnen und Ärzten nicht nur die Untersuchung von Patienten, sondern auch den fachlichen Austausch. So können sich Hausarztpraxen Expertenmeinungen ohne räumliche Beschränkung per Chat, Telefonkonferenz oder Videochat einholen – im Einklang mit geltenden Datenschutzrichtlinien.

Stationäre Behandlung mit IP-basierter Unterstützung

Telemedizin bietet neben Vorteilen für die ortsübergreifende gesundheitliche Versorgung auch neue Möglichkeiten in der stationären Behandlung. Krankenhäuser und Pflegeeinrichtungen profitieren genauso von der Digitalisierung im Gesundheitswesen. Stabile IP-Telefonie-Systeme sind hier nur die Grundlage für die so wichtige Effizienz in der internen Kommunikation. Die Überwachung von Patientinnen und Patienten wird mit UCC-Software und entsprechenden Schnittstellen zu den internen Systemen effizienter. Damit hat das medizinische Personal wichtige Daten zum Krankheitsverlauf stets im Blick.

Fazit: Digitalisierung in Praxis, Pflegeheim und Krankenhaus

Die eingangs erwähnte Digitalisierung der Arbeitswelt schreitet auch in der Gesundheitsbranche voran. E-Health und Telemedizin sind zwar “nur” eine Ergänzung zur klassischen medizinischen Betreuung, dennoch werden diese Anwendungen immer wichtiger. Kommunikationstechnologien spielen dabei eine essentielle Rolle. Videosprechstunden reduzieren Wartezeiten und Wege. Ärztliches Personal kann mit IP-Telefonie und UCC-Software effizienter zusammenarbeiten. Stationäre Einrichtungen verbringen dank Digitalisierung weniger Zeit mit administrativem Aufwand. All dies spiegelt sich langfristig in der Qualität der medizinischen Versorgung wieder.

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